Auf dem Weg zum Regionalverbund – Plege von Mensch zu Mensch

Neustadt a. Rbge. (Region Hannover):

Bereits im Jahre 1421 wurde das St. Nicolaistift – eine Einrichtung, die der christlichen Nächstenliebe, insbesondere der Pflege von kranken und hilfebedürftigen alten Menschen diente – urkundlich erwähnt. Die Ursprünge gehen zurück zum 06. Juni 1316. Mit dem Vermögen des alten St. Nicolaistiftes, einer unselbstständigen Stiftung der ev.-luth. Liebfrauen-Kirchengemeinde, entstand das heutige St. Nicolaistift als selbstständige Stiftung. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Liebfrauen-Kirchengemeinde und dem St. Nicolaistift soll auch für die Zukunft leitend sein, die Aufgaben der Diakonie gemeinsam wahrzunehmen.

Die Stiftung St. Nicolaistift Neustadt a. Rbge. betreibt bereits erfolgreich seit über 35 Jahren das evangelische Altenzentrum St. Nicolaistift in Neustadt a. Rbge im Silbernkamp. Hierzu gehören auch 49 Seniorenwohnungen im angrenzenden St. Nicolaihof 1-10.

Kuratorium und Vorstand des St. Nicolaistiftes führten 2010 einen Zukunftsworkshop durch, hierbei wurden Visionen, Strategien und unternehmensübergreifende Projekte durch interne und externe Teilnehmer entwickelt, dieses wurde im Rahmen eines Balance-Scorcard Verfahrens erarbeitet.

Ausbau der regionalen Versorgungskette und Bildung eines diakonischen Netzwerkes:

Das St. Nicolaistift ist ein erfolgreicher Anbieter einer stationären Pflegeeinrichtung in Neustadt a. Rbge., durch Kooperationen mit diakonischen Einrichtungen in der Region soll ein Netzwerk aufgebaut und die Versorgungskette Pflege erweitert werden. Kunden (Bewohner und Angehörige) stehen mehr diakonische  Angebote und Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, die Einrichtungen werden gestärkt, Kosten sollen reduziert werden, Kommunikationen gefördert, für die Mitarbeitenden entsteht ein attraktiverer Arbeitsplatz und Arbeitgeber.

Sulingen (Landkreis Diepholz):

Am 18. März 1952 gründeten Sulinger Bürgerinnen und Bürger den Verein „Kinderheim Sulingen e. V.“. Schon damals diskutierten die Verantwortlichen über die Errichtung eines Altenheimes für ältere Menschen in Sulingen und Umgebung. Im Jahr 1965 wurde der Verein dann in „Kinder- und Altenheime Sulingen e. V." umbenannt. Schnell sollte in der Memelstraße, auf einem parkähnlichen Grundstück, ein Altenheim erbaut werden. Grundsteinlegung für das heutige Seniorenheim „Haus am Suletal“ war am 06.11.1968. Zum 01. April 1970 wurde das Seniorenheim erstmalig bezogen.

Im Herbst 2010 wurde eine Geschäftsführung und Heimleitung für das diakonische Seniorenheim Haus am Suletal gGmbH gesucht. Bereits in der Vergangenheit als auch in jüngster Zeit gab es Verbindungen beider Einrichtungen (Haus am Suletal und St. Nicolaistift). Ab dem 01. November 2010 erfolgte die Geschäftsführung und Wahrnehmung der Aufgaben der Heimleitung im Haus am Suletal gGmbH im Rahmen einer Geschäftsbesorgung durch das St. Nicolaistift.

Aufgrund der erfolgreichen Tätigkeit und der guten menschlichen Verbindungen wurde aus der befristeten Geschäftsbesorgung eine unbefristete. Der Träger der Senioreneinrichtung Haus am Suletal gGmbH, der Verein Kinder- und Altenheime e.V. Sulingen hat sich im Rahmen von Mitgliederversammlungen dann einstimmig für die Kooperation und somit den Verkauf der Betriebseinrichtung im Rahmen eines Verbundes ausgesprochen. Aus dem ehemaligen Träger des Hauses am Suletal wird ein Förderverein Seniorenheim Haus am Suletal, der Besitz des Vereins wird in die neue Diakonie-Stiftung Sulinger Land übernommen.

Wunstorf (Region Hannover):

Der Verein „Altenzentrum Wunstorf e.V.“ wurde am 20. Februar 1979 als Trägerverein für das geplante Pflegeheim Haus Johannes (im Ortsteil Barne) gegründet, das am 10. August 1983 dann eingeweiht wurde. Bereits 10 Jahre später eröffnete das Haus am Bürgerpark, zentral gelegen am schönen Wunstorfer Bürgerpark. Am 01. April 1995 übernahm der Verein Altenzentrum Wunstorf als einziger Träger die Sozialstation Wunstorf. Seit 1996 ist diese eine gemeinnützige GmbH und der größte ambulante Dienst in Wunstorf für Kranken- und Altenpflege. Im Jahre 1997 wurde die Tagespflege in der Bäckerstraße eröffnet. Es folgten die beiden Pflegeheime: Wohnpark Rethen (2004) und Wohnanlage Läuferweg (2006) in Hannover. Inzwischen verwaltet die Altenzentrum Wunstorf gemeinnützige GmbH 82 Wohnungen des Betreuten Wohnens in Wunstorf und beschäftigt über 300 Mitarbeiter.

Die Sonnenblume als Symbol ist zum Begleiter und Erkennungszeichen der Altenzentrum Wunstorf gGmbH geworden, dass Bewohner, Mitarbeiter und Menschen auch über die Grenzen von Wunstorf hinaus mit der Arbeit des Altenzentrum Wunstorf verbinden. Das Motto des Altenzentrum Wunstorf ist: Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. (Chinesische Weisheit)

Die vier stationären Pflegeeinrichtungen, Tagespflege und die Sozialstation der Altenzentrum Wunstorf-Gruppe schlossen sich  nach guten Gesprächen und Verhandlungen bereits im Frühjahr 2012 dem Verbund an und bilden mit den beiden Partnern aus Sulingen und Neustadt nun die Grundlage für den Regionalverbund.
Auch in Wunstorf hat der Verein Altenzentrum Wunstorf e.V. sich für dieselbe Vorgehensweise wie der ehem. Träger der Pflegeeinrichtung in Sulingen entschieden: Der Verein verkaufte die Betriebsgesellschaften an das St. Nicolaistift, der Verein wird zum Förderverein der Wunstorfer Einrichtungen, der Besitz geht über in die neu zu gründende Stiftung: Diakonie-Stiftung St. Johannes, Wunstorf.

Dies ist der Grundstein für unseren Regionalverbund. Das Kuratorium der Stiftung St. Nicolaistift Neustadt a. Rbge. hat sich dann in einer Sitzung im Sommer 2012 für den Namen des Verbundes entschieden:

Regionalverbund Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser

 


Regionalverbund „Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser“ (heute und morgen):

Mittlerweile arbeiten Pflegemanagement, Qualitätsmanagement und Verwaltung an der Umsetzung von einheitlichen Regularien. Hierzu bedarf es guter Überlegungen, vieler Gespräche und Erfahrungen – die ausgetauscht werden.

Ein regionales Netzwerk diakonischer Einrichtungen entsteht. Kooperationen zu ambulanten und weiteren stationären Einrichtungen sind gewollt.
Das Angebot soll das diakonische regionale Angebot um die Versorgungskette Pflege ausbauen: Beratungsdienstleistungen, Tagespflege, Kurzzeitpflege, ambulante Pflege, Hausnotruf, Essen auf Rädern, hauswirtschaftliche Dienstleistungen, stationäre Pflege…

Anm.: Die in dem Zusammenhang der Geschäftsbesorgung gemachten Erfahrungen können nun weiteren diakonischen Pflegeeinrichtungen angeboten werden.